Der rechte Fehler

Im öffentlichen Diskurs machen die konservativen und rechten Menschen einen entscheidenden Fehler. Ich zeige ihn auf und erkläre, wie man ihn verhindert.

Aristoteles

Für ihn gibt es auf der einen Seite die Dialektik: die Theorie der Argumentation. Das Ziel der Dialektik ist der Erkenntnisgewinn. Die Waffen dazu sind die Wahrheit und die Logik.

Auf der anderen Seite führte er die Rhetorik an: die Theorie der Überzeugung. Das Ziel der Rhetorik ist, die Menschen zu überzeugen. Die Waffen dazu sind die Emotion und Gefühl.

Es war ebenfalls Aristoteles der gesagt hat, dass es Menschen gibt, dich nicht überzeugt werden können (mit Dialektik). Man kann mit Dialektik keine Menschen überzeugen, die vor allem auf Emotionalität und auf ihre Gefühle reagieren.

Im heutigen öffentlichen Diskurs dominiert über weite Strecken die Rhetorik. Das gesamte linke politische Spektrum bedient sich ausschließlich der Rhetorik. Wahrheit, Logik, Argumente sind in diesem Diskurs NICHT relevant. Dialektik hat keine Chance. Die Regel im aktuellen Diskurs ist die: es gibt keine Regel. Und wir sollten aufhören, uns an an dialektische Regeln _im Diskurs_ zu halten. Natürlich soll Wahrheit und Logik unsere Prämisse bleiben! Aber wenn wir in die Arena des Diskurse wechseln, so halten wir uns an die Regeln, die dort gelten: es gibt keine.

Die konservative und rechte Seite versucht stets, mit Dialektik auf rhetorische Aussagen zu reagieren. Es ist vollkommen wirkungslos und muss sich ändern, wenn wir den Diskurs gewinnen wollen. Die Waffe heisst: Rhetorik, mit einem Kern Dialektik. Hier sind ein paar Regeln:

Reagiere auf Rhetorik mit Rhetorik

Dialektik hat keine Chance Leute zu überzeugen, die vor allem von ihren Emotionen und Gefühlen gelenkt werden.

Gehe nie in die Defensive

Lasst dich nie in die Defensive drängen. Lass nie zu, dass du dich erklären und verteidigen musst – gerade für dialektische aufgeführte Argumente. Du wirst nicht wegen den Argumenten angegriffen. Du wirst angegriffen, weil du Emotionen und Gefühle ausgelöst hast. Jedes logische Argument wird nichts nutzen. Für die linke Gesinnung ist schon der Versuch der Verteidigung, der Versuch sich zu erklären ein Eingeständnis, dass sie mit ihrem rhetorischen Angriff recht hatten. Es ist auch wirkungsvoll, weil damit nicht das Argument in’s Zentrum gerückt wird, sondern die Person und dessen erfundener Fehltritt.

Entschuldige dich nie

Wie oben ist eine Entschuldigung für die linke Seele ein Schuldeingeständnis. Und wenn du einmal diese Schwäche zeigst, wirst du unweigerlich zu ihrem Spielball. Jede noch so abstruse Beschuldigung wird genutzt werden, dich weiter anzugreifen. Es wird nie aufhören.

Gehe in die Offensive

Anstatt dich zu verteidigen, schlage zurück. Wenn deine Position, deine Stellungnahme, dein Argument, deine Person angegriffen wird, dass reagiere mit Angriff. Stelle (rhetorisch) das Gegenüber in den Mittelpunkt. Exponiere sein Position, sein Argument, seine Person. Halte die Stellung, aber werfe das Licht auf ihn.

Distanziere dich nie gegenüber ‚rechts von dir‘

Einer der schlimmsten Fehler den die Konservativen und Rechten machen ist, dass sie sich immer nur gegenüber der rechten Seite distanzieren. Die rhetorische Taktik der Linke ist es, dich mit Leuten, die weiter rechts als du sind in Verbindung zu setzen. Dich in deren Nähe zu rücken – um gleichzeitig eine Distanzierung einzufordern. Distanziere dich nicht. NIE. Keinen Millimeter. Kämpfe nicht gegen rechts. Kämpfe gegen links. Das ist ihre große rhetorische Stärke. Diese linke Taktik für unweigerlich dazu, dass das Overton Fenster (welche Diskussionen zulässig sind) sich nach links verschiebt. Das lässt sich in den letzten 30 Jahren sehr gut beobachten. Bürgerliche Positionen aus den 80er Jahren sind heute am rechten Rand. Die Taktik die dazu geführt hat ist die Distanzierung.

Auf in den Kampf.

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